Solitär spielen
Im Amerikanischen wird das als „Patience” (französisch für Geduld) bekannte Kartenspiel als Solitär bezeichnet. Dieses einfache aber geniale Kartenspiel ist für fast jeden PC-Besitzer zur willkommenen Abwechslung zwischen den alltäglichen Arbeiten geworden, die in Form eines Kartenspiels noch etwas mehr Spaß macht. Auch Kinder können Solitär ohne Probleme spielen, da sie sehr schnell die Kartenbilder kennenlernen. Solitär ist ein Geduldsspiel und verlangt Konzentration und Planung der folgenden Schritte. Ziel des Spiels ist es die Karten der Reihe nach von As bis König auf die Zielstapel abzulegen.
Das Spielfeld
Nachdem die 52 Karten gut gemischt wurden, legt der Spieler sieben Karten aufgedeckt nebeneinander. Für die nächste Reihe wird ab der zweiten Karte je eine nächste darauf gelegt. Insgesamt werden sechs Reihen ausgelegt, bei denen jeweils die erste Karte nicht weiter belegt wird. Am Ende der Verteilung liegt also die linke Karte alleine, während unter dem siebten Stapel insgesamt sieben Karten liegen. Das Spiel setzt sich aus den gewohnten Kartenbildern As-10, Bube, Dame und König in den vier Farben Herz, Pik, Kreuz und Karo zusammen. Nach der Auslegung befinden sich nun 28 Karten auf dem Spielfeld, die restlichen 24 werden als Stapel (Talon) verdeckt an den Rand gelegt.
Die Spielregeln
Um das Spiel erfolgreich zu beenden, müssen die Karten aufsteigend von As bis König auf die Zielstapel abgelegt werden, sodass je ein Stapel für Herz-, Pik-, Karo- und Kreuzkarten entsteht.
Die Karten auf dem Spielfeld können verschoben werden, jedoch nur auf die nächsthöhere Karte z. B. eine 10 auf Bube usw. Weiter gilt zu beachten, dass auch die Farben rot und schwarz nur abwechselnd aufeinandergelegt werden können. Es ist also nicht möglich z. B. eine Kreuz-8 auf eine Pik-9 zu legen, da beide schwarz sind. Findet der Spieler keine mögliche Kombination mehr, können die Karten des Talons verwendet werden. Hierfür wird je eine Karte gezogen um sie in das Spielfeld zu legen oder – wenn dies nicht möglich ist – sie wieder unter den Stapel zu legen, um die Nächste zu ziehen.
Wurde einer der sieben Spielstapel aufgelöst, ist ein freier Platz entstanden, auf den wiederum ein König abgelegt wird, auf den wieder neu sortiert wird. Hat der Spieler sich für die richtige Taktik entschieden, lässt sich das Spiel komplett auflösen.
Variationen
Um die Schwierigkeit zu steigern, kann der Spieler – wenn keine Kombinationsmöglichkeit mehr besteht – eine komplette Reihe Karten vom Talon auslegen.
Erneut steigern lässt sich der Knobelspaß, indem nur die jeweils zuletzt aufgelegten Karten eines Stapels aufgedeckt werden, während das restliche Spielfeld verdeckt bleibt. Wurde eine Karte verschoben, kann die Nächste in diesem Stapel aufgedeckt werden.
Die Königsklasse
Bei der einfachen Patience / Solitär besteht das Spiel nun aus 104 Karten, das heißt zwei Kartenpäckchen zu je 52 Karten.
Wurden die Karten gut gemischt, werden acht Karten nebeneinander gelegt. Allerdings wird jeweils nur die erste Karte einer Reihe aufgedeckt, der Rest bleibt verdeckt. In jeder neuen Reihe wird die erste Karte nicht neu belegt, so das zum Schluss die linke Karte aufgedeckt aber alleine liegt und auf dem achten Stapel insgesamt acht Karten liegen, die Letzte aufgedeckt.
Auch bei dieser Variante werden die Karten absteigend in wechselnder Farbe verschoben, um einen Stapel aufzulösen. Ist keine Kombination mehr möglich, wird vom Talon eine komplette Reihe offen aufgelegt. Eine verdeckte Karte in einem Stapel muss durch Verschieben der aufliegenden Karten freigelegt werden, um sie aufdecken zu können.
Nicht nur für Einzelspieler
Wer gerne mit jemandem zusammen spielen möchte, kann eine Variante spielen, die sich Streit-Patience nennt.
Hierbei hat jeder der beiden Spieler ein Kartenspiel mit 52 Karten. Jeder mischt sein Päckchen und zählt 13 Karten als Ersatzpäckchen ab. Spieler 1 legt 4 Karten seines Talons in die Mitte des Spielfeldes. Spieler 2 legt ebenfalls 4 Karten gegenüber denen des ersten Spielers. Dazwischen muss Platz bleiben für die Asse.
Der erste Teilnehmer überprüft nun, ob er eventuell einen Platz freilegen kann, indem er von König absteigend die Karten verschiebt, oder von Ass aufsteigend in der Mitte ablegt. Ist keine Möglichkeit vorhanden, zieht er eine Karte seines Talons und überprüft, ob er diese im Spielfeld verwenden kann. Ist dies nicht möglich, legt er sie als Anfang eines Ablagestoßes neben seinen Talon.
Der zweite Spieler überprüft nun seinerseits, ob er etwas verschieben oder freilegen kann. Auch er zieht eine Karte aus seinem Talon, wenn keine andere Möglichkeit besteht. Beendet er seinen Zug durch Ablegen auf den Ablagestoß, ist wieder Spieler 1 an der Reihe.
Ziel dieser Variante ist es, den eigenen Stapel so schnell wie möglich abzubauen.

